Diesen Beitrag  schreibe ich nur aus einem Grund:

Damit mich niemand mehr wegen eines „Arbeitsunfalls“ zur Behandlung in die Notaufnahme eines Krankenhauses schickt, der wie sich am Ende herausstellt, gar keiner ist.

Denn mit so einer Aktion vergeudet man meine Zeit, raubt den in Lebensgefahr schwebenden Menschen Zeit und den behandelnden Ärzten auch!

Letzten Endes geht es bei dieser „Kategorisierung“ nur um eine Sache

Wer übernimmt die Kosten?

Bei einem Arbeitsunfall muß die Berufsgenossenschaft für alle anfallenden Kosten der Behandlung aufkommen.

Damit die Berufsgenossenschaft Kostenträger wird müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein.

Wie man bei dem Wort Arbeitsunfall schon erahnen kann muß es sich um einen Unfall handeln der während der Arbeit passiert.

Aber gehen wir der Sache auf den Grund und suchen uns die genaue Erklärung beim Experten:

Definition Arbeitsunfall

Die DGVU – Deutsche gesetzliche Unfallversicherung definiert einen Arbeitsunfall wie folgt:

Arbeitsunfälle sind die Unfälle, die versicherte Personen infolge der versicherten Tätigkeit erleiden. Und die gesetzliche Unfallversicherung bietet Schutz bei der Ausübung dieser Tätigkeiten.

Quelle: DGVU


Die BfGA Beratungsgesellschaft für Arbeits- und Gesundheitsschutz mbH beschreibt es uns noch detaillierter:

Arbeitsunfälle sind Unfälle von Versicherten infolge einer den Versicherungsschutz nach SGB VII §§ 2, 3 oder 6 begründenden Tätigkeit (versicherte Tätigkeit).

Das gilt auch für Tätigkeiten, die mit der Arbeit in Zusammenhang stehen, wie beispielsweise

  • bei der Verwahrung, Beförderung, Instandhaltung oder Erneuerung von Arbeitsgeräten
  • auf einem mit der versicherten Tätigkeit zusammenhängenden unmittelbaren Weg nach und von dem Ort der Tätigkeit
  • bei der Teilnahme am Betriebssport
  • bei Betriebsausflügen und -feiern.

Versicherungsschutz besteht auch

  • bei Familienheimfahrten
  • wenn Versicherte den unmittelbaren Weg nach oder von der Arbeitsstätte verlassen, um ihr Kind wegen der beruflichen Abwesenheit der Eltern fremder Obhut anzuvertrauen
  • auf Umwegen als Teilnehmer einer Fahrgemeinschaft nach oder von dem Ort der Tätigkeit.

Ein Arbeitsunfall, der zu einer Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Kalendertagen führt, muss dem zusbftändigen Unfallversicherungsträger (Berufsgenossenschaft, Unfallkasse) durch eine Unfallanzeige gemeldet werden.

Quelle: BfGA


 

Körperliche Beschwerden die während der Arbeit auftreten gehören somit nicht zur Kategorie Arbeitsunfall.

Die Kosten werden in dem Fall nicht von der Berufsgenossenschaft übernommen, sondern wie gewohnt von der Krankenkasse.

Alles Liebe und bleib gesund

Michaela

 


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