17.07.2016
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Puh, es schmerzt heute wieder mal unangenehm stark im unteren Rücken.

Das begann schon direkt nach dem Wecker klingeln und lässt seit dem einfach nicht nach.

Egal, ich schleppe mich trotzdem mit vier schweren Einkaufstaschen bepackt in die vierte Etage.
Ich hab beim besten Willen absolut keine Zeit mehrmals zu laufen.

Alles ausgepackt und dann erst mal vor die Glotze setzen.
Ich habe schließlich mehr als 9 Stunden an meinem Arbeitsplatz gesessen und geschuftet.
Zeit zum relaxen.
Doch jetzt wo ich hier schon eine Weile auf der Couch sitze verstärkt sich der Schmerz im Rücken sogar noch um einiges.

Ich sollte vielleicht erst mal eine Pille einwerfen.
Der DOC hatte mir doch bei meiner letzten Schmerzattacke welche verschrieben.
Morgen nach dem aufwachen geht es mir dann sicher schon besser.

Der Wecker klingelt und wer ist wieder da? Genau! Der Schmerz im Rücken!

Schmerz ist ein wichtiges Signal den der Körper bei Gefahr und Veränderungen aussendet!

Spürst du Schmerzen im unteren Rücken ist das eine erste Warnung.
Ein deutliches Signal deines Körpers für eine jahrelange Fehlhaltung, die nun nicht mehr toleriert werden kann.

Deine Schmerzen können leicht und erträglich beginnen.

Änderst du daraufhin deine Körperhaltung nicht, verstärken sich die Schmerzen weiter.
Diese Ignoranz kann dir deinen ersten Hexenschuss bescheren.
In diesem Fall hast du es maßlos übertrieben und anstelle etwas zu verbessern hast du es dramatisch verschlechtert.
Der Schmerz schnellt somit weiter in die Höhe und dein Körper verpasst dir einen Denkzettel mit kompletter Unbeweglichkeit!

Diese Reaktion ist leider auch kein Wunder.

Denn die Mediziner raten uns bei Schmerzen diese sofort mit schmerzstillenden Medikamenten zu behandeln und verschreiben uns diese.
Das machen Sie aus gutem Grund, nämlich damit sich der Schmerz nicht als dauerhaft negatives Erlebnis in unserem Gehirn verankert.
Selbstverständlich weisen Sie dich auch auf die Fehlstellung hin und raten dir zu Bewegung und Kräftigung deiner Muskulatur. Doch dieser Rat ist schnell vergessen.
Gerade wenn die Schmerzmittel erst einmal wirken, fehlt dir der Reiz etwas zu verändern.
Schmerzmittel alleine sind nicht die Lösung für deine Schmerzen.

Du musst unbedingt durch Bewegung und Entspannung der betroffenen Körperstelle eine Korrektur sicherstellen.
Das braucht um ehrlich zu sein Wochen bis Monate. Dürfte auch keine Wunder sein. Du denkst vielleicht das Schmerz plötzlich auftritt, doch er tritt auf weil der Körper ab sofort nichts mehr ausgleichen kann.

Schmerz ist vergänglich!

Bei der Verwendung von Medikamenten merken wir schnell das Schmerz vergänglich und nur kurzweilig ist.
Sie sorgen auf chemischer Basis für die Schmerzreduktion.
Verantwortlich dafür sind die Prostaglandinhemmer.
Prostaglandin ist ein Botenstoff der bei Schmerzen vom Gewebe gebildet und ausgesendet wird.
Die Medikamente Ibuprufen, Paracetamol und Aspirin sorgen dafür, dass sich das Prostaglandin nicht an die Schmerzrezeptoren binden kann.
Somit ist der Schmerzreiz unterbrochen.

Doch nicht für alle Arten von Schmerz wurden Medikamente zur Verhinderung der Übermittlung des Schmerzreizes entwickelt.

Bei meinem Bandscheibenvorfall war der Schmerzreiz so stark das mein Körper mit Übelkeit, Schweißausbrüchen und Schlaflosigkeit reagierte.
Erst Tage später verringerte sich der Schmerz, war aber noch für Monate intensiv zu spüren.
Selbst nach meiner Operation war der Schmerz noch da.

Sogenannte Opiate wie Tillidin helfen zwar bei dieser Art von Schmerzen, doch machen sie in kürzester Zeit abhängig. Sie können dein Wesen vollkommen verändern und sind meines Empfindens nach sehr gefährlich. Ich bin trotz meiner starken Schmerzen heute noch dankbar das mir kein Arzt dieses Mittel verschrieben hat.

Bei langanhaltenden Schmerzen neigt man stark zu glauben dieser bleibt für den Rest des Lebens.
Man muss erst wieder lernen ohne den Schmerz zu leben.
Es ist wie mit schlechten Gewohnheiten: wenn du diese loswerden willst ersetze sie durch gute Gewohnheiten.
Wenn du also den Schmerz los werden willst ersetze ihn durch vermehrte positive Reize.

Schmerz zu verdrängen ist ein Ausdauersport!

Geh diese Aufgabe an wie einen Marathon und nicht wie einen kurzen Sprint.
Stetig wiederholte positive Reize verdrängen den Schmerz da vermehrt Endorphine ausgeschüttet werden.
Endorphine geben dir ein Gefühl des Glücks und darauf kannst du wirklich nicht verzichten.

Deine Schmerzen werden durch Bewegung verringert.

Vor einigen Jahren musste man nach einem Bandscheibenvorfall und auch nach einer Operation an der Bandscheibe wochenlang Bettruhe einhalten.
Man hat jedoch festgestellt, dass diese Ruhestellung des Körpers nicht den Heilungsprozess unterstützt.
Heute weiß man allerdings, dass gerade bei Bewegung die Selbstheilungskräfte des Körpers in Gang gebracht werden.

Die meisten Rückenschmerzen und Bandscheibenvorfälle entstehen hauptsächlich durch Bewegungsmangel.
Das liegt an unseren alltäglichen Fehlhaltungen.
Unser Körper und unsere Wirbelsäule ist für einen aufrechten Gang konzipiert.
Jahrtausende hat es gebraucht bis wir aufrecht stehen und gehen konnten.

Unser Alltag zwingt uns allerdings zum dauerhaften sitzen.
Und das lässt unsere Wirbelsäule verkümmern.
Mit täglicher Bewegung können wir dieser Situation entgegenwirken und so dauerhaft unsere Schmerzen senken.

Es hilft deinen Schmerzen wenig wenn du dich auf dem Sofa ausruhst.

Du weißt zu wenig über deinen Schmerz

Freund oder Feind?
Für 95 % ist Schmerz ein Signal für Gefahr. Doch es gibt unterschiedliche Schmerzen.
Den Akutschmerz, der sich sofort bei einer Verletzung bemerkbar macht und den chronischen Schmerz, der sich über einen längeren Zeitraum ins Gedächtnis eingebrannt hat.
Die Stärke des Schmerzes kann variieren. Anhand einer Schmerzskala kannst du sie genauer bestimmen.
Das Schmerzempfinden jedes einzelnen ist sehr individuell.
Das macht eine exakte Therapie noch schwieriger.

Selbst die Medizin ist noch nicht zu einer Pauschallösung gelangt und forscht weiter.
Bis dahin werden weiter altbekannte Medikamente verschrieben oder mit Glück ergattert man einen Platz in einer Schmerztherapie.
Alles über den eigenen Schmerz, die Ursache und Möglichkeiten ihn zu verringern zu wissen ist der Schlüssel zu einem schmerzfreien Leben.

Du tust nichts gegen deinen Schmerz

„Aber ich nehme doch die Schmerztabletten und gehe 1 mal die Woche zum Rehasport!“

Wie oft ich diesen Satz selber schon gesagt habe.
Ich kann´s nicht mehr hören.

Erst nach meinem Bandscheibenvorfall bin ich einem weiteren Puzzlestück auf die Spur gekommen:
Wenn ich alles so weitermache wie bisher, werde ich kein anderes Ergebnis bekommen!
Du musst also etwas tun gegen deinen Schmerz! Etwas verändern.
Für eine deutliche Veränderung reicht nicht die vom Arzt verordnete Dosis. Du wirst mehr tun müssen.
Und es wird Tage geben da ist es schwer gegen den Schmerz anzugehen.
Was soll´s?
Willst du den Schmerz gewinnen lassen?
Ich glaube du bist stärker und an harten Tagen beißt du dich einfach durch.
Schon der nächste Tag mit mehr Bewegung und mehr Ablenkung kann der Tag sein an dem deine Schmerzen weniger werden.

Fazit

Erst wenn du dich mit dem Thema Schmerz mehr beschäftigst wirst du eine Veränderung vornehmen.
Es ist ungesund Warnsignale zu ignorieren, einfach abzuwarten und Pillen zu schlucken um den Schmerz zu unterdrücken.
Setze dich intensiv mit dem Schmerz auseinander und frage dich welche Veränderungen notwendig sind um den Schmerz langsam loszuwerden.
Natürlich wird nicht alles gleich sofort wirken und mit einem Fingerschnips sind alle deine Schmerzen verschwunden.
Um ein gutes Ergebnis zu erzielen wirst du in der Zukunft einige Korrekturen vornehmen müssen.
Damit nicht genug.
Höchstwahrscheinlich sogar eine Korrektur von der Korrektur.
Doch ein Leben ohne Schmerz ist es allemal Wert.

Es ist möglich!


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