Wie geht es mir ein Jahr nach meinem zweiten Bandscheibenvorfall und der OP?

Es ist Anfang Juli 2019 und meine OP liegt nun bereits 12 Monate zurück.

Für alle die hier neu sind: Ende Mai 2018 erlitt ich meinen zweiten Bandscheibenvorfall.

Wieder ist mir Bandscheibenmaterial im Bereich der Lendenwirbelsäule ausgetreten und sorgte für Wochen mit unerträglichen Schmerzen.

Ich wollte es erst nicht glauben, als mir beim Orthopäden ein weiterer Bandscheibenvorfall diagnostiziert wurde.

Ohne Aufnahme aus dem MRT keine Behandlung 

Für eine genaue Diagnose und die Behandlungsmethode braucht der Arzt eine Aufnahme der Wirbelsäule aus dem MRT.

Unglücklicherweise scheint in diesem Jahr viel los zu sein denn das Radiologiezentrum in meiner direkten Nähe hatte erst in 6 Wochen einen Termin frei.

Selbst die Radiolodiezentren im Umkreis von 150 Km konnten mir keinen früheren Termin anbieten.

Daher musste ich einige Wochen auf den Beginn der Behandlung warten.

In diesem Zeitraum versuchte ich meine Schmerzen mit den üblichen, vom Arzt verschriebenen Medikamenten zu lindern.

Ende Juni 2018 kam es dann zu meiner zweiten Minimalinvasiven OP

Mit den Bildern aus dem MRT stand fest: Bandscheibenvorfall L5 S1!

Exakt die Stelle an der vor 6 Jahren mein erster Bandscheibenvorfall war.

Da ich trotz der Einnahme von Medikamenten sehr starke Schmerzen hatte und die einzige Position in der ich diese einigermaßen ertragen konnte die Bauchlage auf dem Fußboden war, kam es bereits am nächsten Tag zur OP.

Generell gibt es verschiedene Möglichkeiten einen Bandscheibenvorfall zu behandeln.

Mehr dazu hier.

Nach der OP war ich sofort beschwerdefrei.

Ein herrliches Gefühl wenn der Nervenschmerz nicht mehr da ist.

Ich blieb 4 Tage im Krankenhaus und dann ging es für mich schon zurück nach Hause.

Die ersten 3 Monate habe ich mich sehr geschont

Denn die Angst, dass erneut Material aus meiner Bandscheibe austritt war immens.

Ich habe keine Reha – Maßnahme in Anspruch genommen, denn erfahrungsgemäß muss man körperlich dort zu viel machen und das kann dem Heilungsprozess schaden.

Die ersten 2 Wochen bestand mein Alltag aus viel Schlaf, liegen und kurzen Spaziergängen.

Die ca. 4 cm kleine Narbe an meinem Rücken verheilte gut und die Schmerzmedikamente ließ ich bereits nach den ersten 2 Wochen langsam ausschleichen.

4 Wochen nach der OP war die Narbe ganz zu und ich begann wieder mit dem schwimmen.

Zu beginn konnte ich nicht weiter als 500 Meter, meine Kondition hatte in der kurzen Zeit doch stark abgenommen.

Kurze strecken mit dem Rad und auch das fahren mit dem Auto konnte ich 4 Wochen wieder. 

Vorher war ich so unbeweglich in der Wirbelsäule, dass ich mich kaum ins Auto setzen konnte.

Meine Morgenroutine bei der ich meine Muskulatur dehne musste nach der OP für 6 Wochen aussetzen.

Nach 8 Wochen endlich wieder zur Arbeit

Ein Bandscheibenvorfall bringt das Arbeitsleben zum erliegen.

Insgesamt bin ich 12 Wochen ausgefallen.

Hätte ich eine Woche nach der Diagnose beim Orthopäden einen Termin für ein MRT bekommen wären es nur 9 Wochen Fehlzeit gewesen!

Dem Gesundheitssystem ist es allerdings egal wie lange man ausfällt, denn es hält sich steif und fest an seine Prozedur.

Somit rutscht man für eine ganze Weile ins Krankengeld welches von der Krankenkasse gezahlt wird.

Besser man kümmert sich rechtzeitig selbst um die Zahlung des Krankengeldes.

Die Stufenweise Wiedereingliederung habe ich nicht in Anspruch genommen, denn ich fühlte mich körperlich gesund genug für den normalen Arbeitsalltag.

Kein dritter Bandscheibenvorfall

Eigentlich war schon vor der zweiten OP mein Ziel: keinen weiteren Bandscheibenvorfall zu bekommen!

Ziel verfehlt und was nun?

Nach vorn schauen und eine Kurskorrektur vornehmen.

Im Alltag hebe ich nun deutlicher weniger Gewicht um meinen Rücken zu entlasten

Seit der Operation gönne ich mir mehr Schlaf damit mein Körper besser regenerieren kann.

Mein wöchentlicher Trainingsplan sieht nun anders aus. 

Ich habe mich für weniger Ausdauer, also schwimmen und mehr Kraft/ Bodyweighttraining entschieden.

Gesundes und vorrangig natürliches essen steht bei mir immer noch im Vordergrund.

Ich übe mich im Nein sagen denn ich neige dazu mich zu übernehmen.

Ich höre besser auf die Signale meines Körpers.

Das ganze Jahr schmerzfrei

Kann ich leider nicht behaupten, aber zumindest geht es meinem Rücken sehr gut.

Im Frühjahr hatte ich eine ISG Blockade die mit Hilfe des Orthopäden und ein wenig Zeit wieder gelöst wurde.

An kälteren Tagen spüre ich manchmal die Narbe und meine linke Wade schmerzt und krampft dann.

Allerdings auch wenn ich zu lange im kalten Wasser schwimme oder generell zu viel Sport mache.

Dagegen hilft mir ganz gut Magnesium in Kapselform aber auch als Fußbad.

Als rundum glücklich und zufrieden würde ich meinen Gesundheitszustand ein Jahr nach der OP beschreiben und ich arbeite jeden Tag daran, dass es so bleibt.

Hast Du auch schon eine OP gehabt und ähnliche Erfahrungen, dann hinterlasse einfach ein Kommentar.

So können andere Betroffene auch von Deiner Erfahrung profitieren.

Alles Liebe und bleib gesund

Michaela


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